Auf der Suche nach Rentieren
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Unterwegs mit Zelt und Fotoausrüstung

Als ich 2014 erneut ins Dovrefjell reiste um Polarfüchse zu fotografieren, mußte ich mir eine Lösung für spontane Nächte im Fjell suchen. Denn es war klar, dass die Entfernungen zu groß sein würden um jeden Tag auf Neue zum Ort des Geschehens aufzubrechen und dies zu Zeiten in denen auch das Licht attraktiv sein würde. Die logische Konsequenz konnte also nur sein, dass ich mich auf Übernachtungen einrichtete. Wer aber einmal seinen Rucksack mit dem nötigen Fotozubehör, nebst Stativ bepackt hat, dann noch geeignete Kleidung, und Essen für mehr als einen Tag mitnimmt, weiss was da an Gewicht zusammen kommen kann. Packt man dann noch einen Schlafsack und eine Unterlage oben drauf, ist alles schon so umfangreich und schwer, dass man gerne auf ein Zelt verzichten möchte. Ist auch gut möglich. Man geht einfach bei schönem Wetter, sucht sich eine windgeschützte Mulde und packt allenfalls zur Not einen Biwaksack dazu. Was aber wenn all die Faktoren nicht mitspielen? Auf besseres Wetter warten oder doch ein Zelt? Ich entschied mit für die Zeltlösung. Aber: Suche mal nach einem Zelt für 1-2 Personen, ausreichend dicht, kleines Packmaß, und LEICHT! Alle namhaften Hersteller bieten solche Zelte an. Und es liest sich so, dass all diese Zelte auch sehr gut sind. Ernüchterung kommt dann aber beim Preis auf. Bei einigen landet man da schon mal im oberen dreistelligen Bereich.

Einigermaßen überrascht war ich dann ein Zelt zu finden, dass all diese Qualitäten für weit unter 100 Euro erfüllen wollte. Das Trek Santiago der österreichischen Firma Outdoorer wog nur knapp über einem Kilo und war für meine Zwecke groß genug. Aufstellen konnte man es mit den mitggelieferten Alustangen oder mit Wanderstöcken. Da ich nicht wusste, wie oft ich so ein Zelt in Zukunft wirklich brauchen würde entschied ich mich für diese preisgünstige Angebot. Viel schiefgehen konnte ja nicht. Und was soll ich sagen: Es hat seinen Zweck vollends erfüllt. Mit zwei Einschränkungen.

Das Zelt hat nur eine Haut. Kondenswasser kann somit auf den „Übernachtungsgast“ tropfen. Jedoch gibt es eine seitliche Belüftung und eine im First. Zudem läßt sich eine Zeltseite komplett öffnen, so dass es auch sehr schnell wieder abtrocknen kann.
Auch für dieses kleine Zelt habe ich mir einen etwas windgeschützen Platz gesucht, da ich nicht einschätzen konnte wie stabil das Gestänge bei starkem Wind sein würde. Allerdings gabs auch keine derart starken Wind oder Sturm. Regen dagegen und normalem Wind hat es prima standgehalten.

Ich benutze das Zelt jetzt schon zwei Jahre und bin immer noch sehr zufrieden damit. Neuerdings gibts von Outdoorer jetzt auch ein geringfügig schwereres Zelt, welches aber auch größer und doppelwandig ist und Escape heißt. Das werde ich mir auf jeden Fall auch mal ansehen.

Hier ein paar Bilder mit dem Santiago in Norwegen:

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