Rückblick ins Jahr 2020 – Teil 1
30. Dezember 2020
Rückblick ins Jahr 2020 – Teil 2
4. Februar 2021

Ein Rückblick ins Jahr

"Anno Tubac"

Mensch, wie die Zeit vergeht!

Als ich das Wolfsbild für meinen letzten Beitrag bearbeiten wollte, dachte ich mir: Mann, ist das lange her!

Ich hatte von der Begegnung mit dem Wolf in der Lüneburger Heide kein Bild. Ich wollte dem Beitrag aber eins anhängen. Es sollte aber auch kein fremdes sein. Und da ich genug Wolfsbilder im Archiv habe begann ich zu suchen und begab mich weit, weit zurück. Quasi ins letzte Jahrtausend.

Denn: Das Archiv meiner Bilder mit Wölfen stammt komplett aus meiner analogen Zeit. Will sagen auf Diafilm. Da scrollt man nicht mal eben durch´s Verzeichnis. Man sucht!

Da ich sowas schon ahnte, hatte ich insbesondere die besten Aufnahmen aus dem Bayerischen Wald schon damals archiviert – auf dem PC. In einer Access-Datenbank. Aber wo war die Datei dazu?

Ich stöberte in alten CD-Roms, die so einladende Titel hatten wie: Eigene Dateien 1997 oder Verschiedenes 1999. Letztlich fand ich die letzte Version dieser Datei auf einem Backup von 2002.

Jahrelang war ich teils mehrfach im Jahr in Bayern gewesen. Hatte dort die tollsten Momente erlebt und einige meiner (damals) schönsten Tieraufnahmen gemacht. Die Gehegezone war zu dieser Zeit so etwas wie das inoffizielle Usertreffen in der Naturfotografenszene. Und dann? Plötzlich hatte ich aufgehört dorthin zu fahren. Hatte andere Ziele gesucht. (Warum? Das ist eine andere Geschichte.) Und seitdem habe ich auch mit den Dias nicht mehr viel gemacht.

Okay. Also CD gefunden, Datei gefunden. Und die war auch noch lesbar. Die Ordner mit den Dias stehen heute noch über meinem Arbeitsplatz. So war ein Motiv „schnell“ gefunden. Aber noch nicht im PC.

Am PC steht immer noch ein Scanner. Genauer: Diascanner. Schon ewig nicht mehr gebraucht. Eingesteckt. USB hatte er schon. Aber Windows 10 hat keine Treiber mehr für das Ding. Und die gibt’s auch nicht mehr, da die Hardware 32 Bit erwartet und jedes gescheite System heute die doppelte Rate hat. Doch das wusste ich erst nach einiger Suche im Netz.

Auf meinem Laptop ist eine virtuelle Maschine. Auf der läuft Windows XP. (Man weiss ja nie wofür man´s braucht :-))

Noch ein seeehr weiter Schritt zurück in die Vergangenheit. Windows XP war das Betriebssystem mit der Teletubby-Landschaft auf dem Startbildschirm. In dem konnte das original Scanprogramm und die Treiber installieren und endlich mein Dia scannen.

(Ja, ich weiss, es gibt Vuescan. Das läuft auch unter 64Bit. Kostet aber Geld, welches sich derzeit nicht lohnt. Und Abfotografieren wäre auch gegangen. Wär´ aber nur der halbe Spaß gewesen.) Übrigens, nur so am Rande: Aus Minolta wurde Minolta-Konica und ist heute Sony.

Und es ging weiter. Die alte Lupe wurde herausgeholt mit der die Dias früher auf ihre Schärfe kontrolliert wurden. Der MACROMAX 5x von EMO Wetzlar. Das war damals für Fotografen sowas wie die „Ferguson“ für Al Bundy. (Könnt ihr jetzt mal googlen). Und auch der alte Pinsel, mit dem die Dias gereinigt und von Partikeln befreit wurden war noch da.

Was nicht mehr da war, war die alte Bildbearbeitungssoftware. Und das holte mich dann auch wieder ins Heute. Die Bearbeitung von Bildern ist heute ungleich besser, nicht gerade einfacher, aber präziser als damals, in den Anfängen der Digitalisierung. Nach einem verregneten Nachmittag hatte ich dann mein Dia auf der Festplatte. Hat Spaß gemacht. Aber nun ist mir auch wieder klar, warum ich nie mein gesamtes Archiv gescannt habe.

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